Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für die Nutzung von Coldleads durch Unternehmen. Stand: 30. September 2026.
§ 1 Anbieter und Gegenstand
Anbieter ist Marco Schwemmlein, Buchenweg 15, 42799 Leichlingen (nachfolgend „Anbieter“). Vollständige Angaben stehen im Impressum.
Coldleads ist eine über den Browser nutzbare Software, die öffentlich zugängliche Einträge von Betrieben aus Google Maps zu einer anrufbaren Telefonliste zusammenstellt, den Bearbeitungsstand je Betrieb festhält und Wiedervorlagen verwaltet. Coldleads ist kein CRM, kein Adresshandel und kein Werkzeug für den Versand von E-Mails.
§ 2 Geltungsbereich, nur Unternehmen
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und Kundinnen und Kunden über die Nutzung von Coldleads.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne von § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Ein Vertragsschluss mit Verbraucherinnen und Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB kommt nicht zustande. Mit dem Vertragsschluss bestätigt die Kundin, in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
Abweichende Bedingungen der Kundin werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 3 Zustandekommen des Vertrags
Die Darstellung der Pläne auf /preise ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Anfrage.
Derzeit gibt es keine Selbstbedienung. Registrierung und Bezahlung im Produkt sind noch nicht verfügbar. Der Vertrag kommt zustande, indem die Kundin über /demo oder /kontakt anfragt, der Anbieter ein Angebot in Textform übersendet und die Kundin dieses annimmt. Der Zugang wird anschließend manuell eingerichtet. Sobald Registrierung und Bezahlung im Produkt verfügbar sind, wird dieser Paragraf angepasst.
§ 4 Leistungsumfang und Credits
Ein Credit ist ein Betrieb mit Telefonnummer, der neu in den Workspace aufgenommen wird. Die Suche selbst ist kostenlos. Wird ein bereits vorhandener Betrieb erneut gefunden, entsteht kein weiterer Credit. Ohne Telefonnummer entsteht kein Credit.
Der Umfang der monatlich enthaltenen Credits ergibt sich aus dem gewählten Plan (§ 5). Nicht verbrauchte Credits aus dem Kontingent des Plans verfallen mit dem Ende der jeweiligen Abo-Periode. Bei der Nutzung werden zuerst Credits aus dem Kontingent verbraucht, danach nachgekaufte Credits. Der Plan bestimmt außerdem die Zahl der Nutzerplätze im Workspace (Tabelle in § 5); die Grenze gilt für Mitglieder und offene Einladungen zusammen. Bestehende Mitglieder werden bei einem Wechsel in einen kleineren Plan nicht entfernt, es können dann nur keine weiteren hinzukommen. Nachgekaufte Credits verfallen nicht.
Ist kein Guthaben mehr vorhanden, nimmt Coldleads keine weiteren Betriebe mit Telefonnummer in den Workspace auf und beendet laufende Suchen. Bereits übernommene Betriebe bleiben nutzbar.
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software und die Durchführung der Suchen. Er schuldet nicht eine bestimmte Anzahl gefundener Betriebe, eine bestimmte Quote an Telefonnummern oder die Richtigkeit und Aktualität der bei Google Maps hinterlegten Angaben. Die Daten stammen aus einer öffentlichen Quelle, auf deren Inhalt der Anbieter keinen Einfluss hat.
§ 5 Preise und Zahlung
Es gelten die folgenden Pläne, jeweils pro Monat:
| Plan | Preis / Monat | Enthaltene Credits | Nutzerplätze |
|---|---|---|---|
| Solo | 19 € / 19 US-$ | 300 | 1 |
| Agency | 49 € / 49 US-$ | 900 | 3 |
| Enterprise | 99 € / 99 US-$ | 2.000 | 10 |
Zusätzliche Credits können nachgekauft werden. Mit aktivem Abo: 100 Credits für 12 €, 500 Credits für 49 €. Ohne aktives Abo: 100 Credits für 18 €, 500 Credits für 74 €.
Die Preise gelten wahlweise in Euro oder in US-Dollar (jeweils dieselben Zahlenwerte); die Währung wird mit der ersten Bestellung festgelegt. Sie verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer bzw. Sales Tax. Die Vergütung für die laufende Abo-Periode ist im Voraus fällig, Nachkäufe sind sofort fällig.
Bei Leistungen an Unternehmer in anderen Mitgliedstaaten der EU mit gültiger USt-IdNr. wird die Rechnung im Regelfall ohne Umsatzsteuer ausgestellt; die Steuerschuld geht dann auf die Kundin über (Reverse Charge). Die Kundin gibt dazu ihre USt-IdNr. bei der Bestellung an und steht für deren Richtigkeit ein. Für Kundinnen außerhalb der EU nennt die Rechnung die anfallenden Steuern (etwa Sales Tax in den USA) oder den Grund der Steuerfreiheit.
Die Zahlung wird über den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt, und zwar mit den dort angebotenen Zahlungsmethoden, etwa Karte, SEPA-Lastschrift oder Überweisung. Bei einer Überweisung gilt die Zahlung mit Zahlungseingang; Credits werden erst dann gutgeschrieben. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
§ 6 Laufzeit, Kündigung, Planwechsel und Geld-zurück-Garantie
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten zum Ende der jeweiligen Abo-Periode gekündigt werden. Eine Mindestlaufzeit besteht nicht. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Die Kündigung bedarf der Textform; die Kundin kann sie auch im Kundenportal erklären. Nach Vertragsende endet der Zugang zum Abo; bereits gezahlte Beträge für die laufende Periode werden vorbehaltlich der nachstehenden Garantie nicht anteilig erstattet.
Planwechsel. Die Kundin kann den Plan jederzeit wechseln. Der Wechsel wird sofort wirksam, der Preis wird anteilig verrechnet. Bei einem Wechsel in einen Plan mit größerem Kontingent wird die Differenz der Kontingente sofort gutgeschrieben; sie verfällt zusammen mit dem bestehenden Kontingent zum Ende der laufenden Abo-Periode. Bei einem Wechsel in einen Plan mit kleinerem Kontingent bleibt das laufende Kontingent bis zum Ende der Abo-Periode bestehen; das kleinere gilt ab der nächsten Periode.
Geld-zurück-Garantie. Der Anbieter erstattet der Kundin auf Verlangen in Textform den gezahlten Betrag, wenn sie innerhalb von 30 Tagen nach ihrer ersten Zahlung (erstes Abo oder erster Nachkauf, einmal je Kundin) die Erstattung verlangt. Das gilt auch, wenn bereits Credits verbraucht wurden. Mit der Erstattung werden die zugehörigen Credits ausgebucht; die Erstattung eines Abos beendet dieses zum Zeitpunkt der Erstattung. Ausgenommen sind Fälle, in denen der Anbieter den Vertrag wegen eines Verstoßes gegen § 7 außerordentlich gekündigt hat. Die Garantie ist eine freiwillige vertragliche Zusage; ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht für Unternehmer nicht.
§ 7 Pflichten bei der Nutzung, insbesondere bei Werbeanrufen
Dieser Paragraf ist bei diesem Produkt kein Kleingedrucktes. Er entscheidet darüber, ob der Einsatz rechtmäßig ist.
Die Kundin ist dafür verantwortlich, wen sie anruft und mit welchem Anliegen. Sie stellt sicher, dass jeder Anruf den Anforderungen von § 7 UWG genügt, insbesondere dass gegenüber sonstigen Marktteilnehmern zumindest eine mutmaßliche Einwilligung vorliegt. Sie beachtet dabei, dass nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Januar 2025 (6 C 3.23) die öffentliche Zugänglichkeit einer Rufnummer allein hierfür nicht genügt.
Coldleads verlangt deshalb vor dem Umschalten einer Liste in den Anrufmodus eine dokumentierte Begründung des sachlichen Anlasses. Diese Begründung wird protokolliert. Die Kundin trägt dafür Sorge, dass die Begründung zutrifft; der Anbieter prüft sie nicht inhaltlich.
Die Kundin verpflichtet sich außerdem:
- gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern keine Werbeanrufe zu tätigen,
- eingegangene Widersprüche und Sperren zu beachten und Betroffene nicht erneut zu kontaktieren,
- die aus Coldleads bezogenen Daten nicht an Dritte zu verkaufen oder weiterzugeben,
- keine automatisierten Abrufe außerhalb der vorgesehenen Nutzung durchzuführen,
- Zugangsdaten geheim zu halten und nicht an Dritte außerhalb des eigenen Unternehmens weiterzugeben.
Bei einem erheblichen Verstoß kann der Anbieter den Zugang sperren und den Vertrag außerordentlich kündigen. Die Kundin stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihr zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung beruhen.
§ 8 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, sagt jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Wartungsarbeiten, Störungen bei Vorlieferanten sowie Veränderungen der Datenquelle können zu Einschränkungen führen. Ein Service-Level-Agreement besteht nicht.
§ 9 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kundin regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Der Anbieter haftet nicht für Nachteile, die daraus entstehen, dass die Kundin bei der Nutzung gegen § 7 dieser Bedingungen oder gegen geltendes Recht verstößt.
§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Welche Daten der Anbieter verarbeitet, steht in der Datenschutzerklärung. Für das Beschaffen und Vorhalten der Betriebsdaten ist der Anbieter Verantwortlicher; für die Entscheidung, welche Betriebe zu welchem Zweck kontaktiert werden, ist die Kundin verantwortlich. Soweit der Anbieter insoweit im Auftrag der Kundin verarbeitet, wird ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen; er wird Bestandteil dieses Vertrags.
§ 11 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aus rechtlichen oder betrieblichen Gründen erforderlich ist und die Kundin dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht die Kundin nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist die Kundin Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Aktuelle Preise im Überblick: Solo 19 € (300 Credits), Agency 49 € (900 Credits), Enterprise 99 € (2000 Credits). Siehe Preise und Credits, Impressum und Datenschutz.